Workshop 1 „Bedarfe, Möglichkeiten und Perspektiven“ – abgeschlossen
Workshop 1: Bedarfe, Möglichkeiten und Perspektiven – abgeschlossen
am 8. und 9. Mai 2026 in Erlangen, Medizinische Sammlung der FAU
Hartmannstraße 14 (Kußmaul-Campus)

Der erste Workshop richtete sich an Sammlungsverantwortliche in universitären Sammlungen und Museen, die historische Medizinobjekte sammeln, dokumentieren und der Forschung bereitstellen, sowie an Sammlungsverantwortliche aus anderen Bereichen, die Fachthesauri entwickeln. Ziel war ein Gespräch von Sammlungsverantwortlichen mit Vokabularentwickler*innen über die Bedarfe, Möglichkeiten und Perspektiven eines Thesaurus Historische Medizinobjekte (THIMO).
Im Ergebnis des ersten Workshops sollten die beteiligten Sammlungen und Museen Bedingungen und realistische Szenarien formulieren, um einen nachhaltig akzeptierten und aus der Community aktiv weiterentwickelten Thesaurus Historische Medizinobjekte zu etablieren.
Themen
- Rahmenbedingungen und Beschränkungen innerhalb der Sammlungen hinsichtlich technischer, finanzieller und personeller Voraussetzungen in der Inventarisierungspraxis
- Nutzung und Integration bereits existierender Bezeichnungen
- Abbildung von Sammlungsbereichen mit hohem Spezialisierungsgrad
- Integration etablierter Vokabulare in spezialisierte Fachvokabulare
- Granularität
Ergebnis
Die Sammlungsvertretungen beschrieben ihre Objektbezeichnungspraxis als heterogen und oft historisch gewachsen. Gleichzeitig wurden strukturelle Probleme wie fehlende Definitionen, unklare Trennung von Objektbezeichnung und Objektart sowie unzureichende Redaktions- und Pflegestrukturen genannt.
Impulsvorträge zu Standards (SKOS als technische Basis), zu Software- und Interoperabilitätsfragen (museum-digital), zur praktischen Vokabulararbeit (Wortnetz Kultur) sowie zu Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsfragen (ACDH/ÖAW, KIT) lieferten konzeptionelle Grundlagen für die weitere Thesaurusentwicklung.
Während des Workshops zeichneten sich einige Empfehlungen für das weitere Vorgehen ab:
- Erhebung eines funktionalen Anforderungskatalogs in Form von Userstories — aus Sammlungs- und Technikperspektive, idealerweise mit Beschreibung des Inventarisierungsworkflows
- Kleine operative Arbeitsgruppen zwischen den Workshops, Wissenstransfer von den Sammlungen zu den Technikern intensivieren (praktisches Arbeiten in den Sammlungen)
- Einstieg in die praktische Arbeit: Bestehende Objektbezeichnungslisten zusammenführen und analysieren
- Die Diskussion über Objektbezeichnungen auf der einen und Thesaurus-Einträgen auf der anderen Seite sollte intensiviert werden